Der Aberglaube macht die Gottheit zum Gtzen, und der 
Gtzendiener ist um so gefhrlicher, weil er ein Schwrmer ist.
		-- Johann Gottfried Herder (Palmbtter)
%
Hinter Wolken die Sonne zu sehn, gibt trgliche Lichter;
Ohne Wolken sie sehn, blendet und stumpft das Gesicht.
Also schaue du sie hienieden im ruhigen Abglanz;
Taten lehren uns mehr als ein bezauberndern Blick.
		-- Johann Gottfried Herder (Der Abglanz)
%
Jeder Abschied ist betubend. Man denkt und empfindet weniger, als 
man glaubte: die Ttigkeit, in die unsere Seele sich auf ihre eigne weitere 
Laufbahn wirft, berwindet die Empfindbarkeit ber das, was man verlt.
		-- Johann Gottfried Herder (Journal meiner Reise im Jahr 1769)
%
Eine schne Menschenseele zu finden ist Gewinn.
		-- Johann Gottfried Herder
%
Weit du, was nie zu ersttigen ist? Das Auge der Habsucht. Alle Gter
der Welt fllen die Hhle nicht aus.
		-- Johann Gottfried Herder
%
Wer am Gipfel des Baumes Frchte sehen will, der nhre seine Wurzel.
		-- Johann Gottfried Herder
%
Wir leben immer in einer Welt, die wir uns selbst einbilden.
		-- Johann Gottfried Herder
%
Htte, was jeder wnscht, jeder - wer htte noch was?
		-- Johann Gottfried Herder
%
Unsere Zeit ist ein groer Wecker. Die groe eiserne Wanduhr rasselt
und ruft mit gewaltigen Schlgen.
		-- Johann Gottfried Herder
%
Gott sortiert Gebete sicherlich nicht nach Konfessionen.
		-- Johann Gottfried Herder
%
Rechnen mu ein Knabe lernen, damit er sein Leben berechne, denn die
gesamte Vernunft, zumal die Fhrung menschlicher Dinge, heit
Rechnen.
		-- Johann Gottfried Herder
%
Die zwei grten Tyrannen der Erde: der Zufall und die Zeit.
		-- Johann Gottfried Herder
%
Auch die Angrenzung der Menschen an die Affen wnschte ich nie so weit
getrieben, da, indem man eine Leiter der Dinge sucht, man die
wirklichen Sprossen und Zwischenrume verkenne, ohne die keine Leiter
stattfindet.
		-- Johann Gottfried Herder (Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit)
%
Ein Mensch in verschiedenen Lebenszeiten ist sich nicht gleich, denkt
anders, nachdem er anders empfindet.
		-- Johann Gottfried Herder (Vom Erkennen und Empfinden der menschlichen Seele)
%
Einen verdienten Mann im Alter seinem Schicksal zu berlassen, ist
eine Undankbarkeit, von der auch die Wilden nichts wissen, bei denen
das Alter geehrt ist und der Jugend mit seinem geprften Rate dienet.
		-- Johann Gottfried Herder (Das eigene Schicksal)
%
